Donnerstag, 10. Juni 2010

Ohto - Freiheit der Worte


"Liberty" und "Words" - so heißen die Tintenroller von Ohto. Beide verfolgen jeweils einen eigenen Ansatz. Wo der "Words" in glänzend schwarz und gold elegantes Schreibgefühl vermittelt, punktet der "Liberty" mit der größeren Flexibilität. Der in poliertes Aluminium gekleidete "Liberty" kommt nicht nur ganz nach der Größe deiner Hand und gemäß deinem Schreibstil in den drei Breiten  9mm, 11mm und 13mm, er erlaubt zusätzlich, alternativ zu der mit herausragenden Laufeigenschaften ausgestatteten Rollerballmine die äußerst innovative Pinselfüller-Mine des "Raconte" einzusetzen.


Wie immer produziert Ohto mit viel Augenmerk auf die Technik. Die Gehäuse der beiden Schreibgeräte sind in äußerst dünn gehaltenem Aluminium nahtlos gefertigt und wirken wie aus einem Guß. Ohto, der weltweit erste Hersteller für Keramik-Rollerball-Minen beweist seine Führungspostion mit einem wunderbar leichtgängigen Schreibgefühl und äußerst präzisem Farbauftrag auch auf variierendem Untergrund.

Freitag, 21. Mai 2010

Ohto Raconte - Pinselfüller mal anders



Raconte "erzählt". Auch hier ist - wie so oft bei Ohto - der Name Programm, denn der Raconte entwickelt sein Potential nur mit ausreichend Zeit und Muße - dann erzählen nicht nur die Worte sondern auch die Strichführung, die mal energetisch, mal verspielt oder zaghaft ganz leicht weitere Bedeutungsebenen übertragen kann.


Der schlanke Raconte ist alles andere als ein gewöhnliches Schreibgerät. Der Tintenauftrag des mattierten Aluminiumstifts findet über eine äußerst ungewöhnliche Spitze statt. Diese nur wenige Millimeter große Spitze mutet an wie das Kind der Liaison eines Filzschreibers mit einer Pinseldame. Wie vom Filzstift bekannt, ist der Farbauftrag desto breiter, je schräger der Stift gehalten wird.  Das letzte Ende verhält sich wiederum eher pinselartig und ist mit ganz feinen, nachgiebigen Borsten versehen; so  erlaubt der Raconte malerisch auch feinste Strichführungen mit gleichmäßigem Farbauftrag umzusetzen. Diese ungewöhnliche Zusammenstellung unterstützt die für diffizile kalligrafisches Arbeiten äußerst wichtige Feinkontrolle.




Im Vergleich zum klassischen Pinselfüller erweist sich der Raconte als der alltagstauglichere. Seine Spitze ist robuster und ermöglicht eine gewohnte Schreibgerätehaltung ebenso wie den pinseltypischen Griff. Zwar schränkt die maximale Strichstärke von ca. 3mm die Ausdrucksmöglichkeiten etwas ein, auf der anderen Seite jedoch fordert zum Beispiel der klassische Ohto Pinselfüller bei einem erheblich größerem Spielraum für Duktus und Maltechniken eine beinahe schon meditative Grundhaltung. Zusätzlich unterstützt der Raconte durch seine schlichte und funktionsbetonte Formgebung eine flexible Anwendung von Schreib- und Maltechniken ausnehmend gut. So eignet er sich sowohl für weniger geübte Schreibkünstler wie auch für echte Profis, die so zum Beispiel bei der Beschriftung von Gruß- und Tischkarten oder der ganz persönlichen Korrespondenz ihrer Persönlichkeit und ihren Emotionen vollen Ausdruck verleihen können.



Sollen Sie übrigens einen anderen Schaftdurchmesser vorziehen: Ohto hat es eingerichtet, dass die Minen des Raconte auch in der Liberty-Serie verwendet werden können.

 

Montag, 17. Mai 2010

Ohto - Ein-Blatt-Papierscheider


Den aus unserer Sicht revolutionäre Ohto Ein-Blatt-Papierschneider konnten wir auf den ersten Blick vom einem normalen Stift nicht unterscheiden. Auch nach dem Abnehmen der Schutzkappe ist die Funktion nicht gleich zu erkennen, weil das Gerät einem Marker sehr ähnlich sieht. Erst bei ganz genauem Hinsehen konnten wir ganz an der Spitze die winzige, weiße Karamik-Klinge erkennen. Die Klinge ist wirklich Hochtechnologie: fast ohne Druck gleitet der "Stift" über das Papier und schneidet dabei mühelos durch unsere Papierproben. Enge Kurven und kreative, spontane Schnitte - das alles geht ganz leicht von der Hand und macht eine Menge Spaß.



Wie verhält sich der Ein-Blatt-Papierschneider im Vergleich zu einem herkömmlichen Cutter? Nun, der Vorteil des Cutters ist sofort ersichtlich: die für das Schneiden so wichtige Spitze ist immer gut im Blick. Präzise gesetzte Schnitte und auch das Ziehen an einem Lineal entlang gelingen so ganz selbstverständlich. Auf der anderen Seite nützt sich die Stahlklinge jedoch recht schnell ab. Damit wird das eh schon nicht geringe Verletzungsrisiko weiter vergrößert, weil mit wachsender Stumpfheit der Druck verstärkt werden muss und die Kontrolle abnimmt. Im Unterschied dazu bleibt die Keramikklinge des Ohto Ein-Blatt-Papierschneiders sehr lange scharf (wir konnten in unseren Versuchen keine Abnutzung feststellen) und die Schnitte gelingen sehr sauber und mühelos. Für uns war das Arbeiten jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig, da die Klinge selbst bei Schneiden nicht gesehen werden kann; so wird das präzise Setzen der Klinge mehr zur Gefühlssache, unterliegt eher dem Tastsinn als der Kontrolle durch das Auge. Für uns hat sich dadurch das Schneiden sehr schnell gewandelt - ist intuitiver und spielerischer geworden und macht damit mehr und kreativeren Spaß. Wie beim Stahlcutter ist das Arbeiten übrigens leichter mit kurzfasrigen Materialen und Feinpapier.

Durch die geringe Schnitttiefe ist das Verletzungsrisiko beim Ohto Ein-Blatt-Papierschneider äußerst gering. Im mutigen Selbstversuch haben wir es gerade mal geschafft, die Haut unblutig oberflächlich anzuritzen. Obwohl der "Stift" möglicherweise ungefährlicher ist als eine Kinderscheere, raten wir davon ab, das Schneidegerät unbeaufsichtigt in Kinderhände zu geben. Wir empfehlen übrigens, trotz der geringen Schnitttiefe nicht auf eine Schneideunterlage zu verzichten - dein Tisch wir es dir danken ;-)

Im folgenden möchten wir einfach mal zeigen, was wir so auf die Schnelle gemacht haben. Wie du siehst, bringen wir gar keine Erfahrung mit und haben auch nicht unbedingt das künstlerische Gespür ... dennoch fanden wir, dass an dieser Stelle auch was praktisches gezeigt werden sollte:



Wir haben einfach mal kurz mit einfachem Kopierpapier herumgespielt. Das war der allererste Versuch und ist (wie immer) völlig planlos.



Im zweiten Versuch haben wir auch nur ein bisschen Kopierpapier genommen, ein Oval ausgeschnitten und sind mit dem "Stift" rumgefahren, so dass alles noch an einem Stück geblieben ist. Anschließend die Teile raufklappen und zusehen, wie Licht und Schatten spielen :-)

Der Ein-Blatt-Papierschneider ist in seinem weiß-grauen Plasikkleid mit silbenem Aufdruck sicher kein Designwunder. Als kleiner, mobiler Hightech-Cutter ist er aber ganz klar das ideale Werkzeug für deine eigenen kreativen und spontanen Designs aus Papier.

Sonntag, 16. Mai 2010

Ohto - "Tasche"



"Tasche" kommt - da vermutest du richtig - wirklich von Tasche. Die Namenswahl, so wurde uns erklärt, hängt mit der Begeisterung einiger Japaner für das Deutsche bzw. deutschsprachige Begriffe zusammen. Bei diesen hier soll verdeutlicht werden, wo sich diese Schreibgeräte besonders wohl fühlen: nämlich in Hemdtaschen, Blusentaschen, Hosentaschen, Handtaschen... . Damit das auch geht, sind alle Stifte der Serie "Tasche" nur so um die zehn Zentimeter lang und lassen sich problemlos überall verstauen. Alle kommen mit einer Schutzkappe; damit sind wir zum einen davor geschützt, dass die Stifte überall ungewollte Kritzeleien hinterlassen, zum anderen ist gedacht, dass die Kappe beim Schreiben Verlängern des Stiftes hinten aufgesteckt wird und so das eigentlich etwas zu kurze Schreibgerät zu verlängern. Ein schwarzer O-Ring am Stiftende sorgt dabei für guten Halt. Alle Schreibgeräte sind in Aluminium-Leichtbauweise und die Details aus vernickeltem Messing oder Stahl hergestellt. Die Schutzkappen sind federleicht und haben nach dem Aufstecken nur wenig Einfluß auf den tiefen Geräteschwerpunkt.

Der japanische Kultstift kommt als Tintenroller, Druckbleistift oder Füllfederhalter in den vier Farbkombinationen silber, schwarz-silber, blau-silber und rosa-silber. "Einfach Draufdrücken", heißt es beim Druckbleisitft: Ohto, bekannt durch ausgefeilte technische Finessen, hat darauf geachtet, dass der Minentransport des Feinminenbleistifts mit und ohne angesteckter Kappe komfortabel zu bedienen ist. Der Tintenroller ist mit der vielgerühmten besonders leicht laufenden Keramikkugel ausgestattet und sorgt so bis zum Schluss für gleichmäßig satten Farbauftrag. Der Federhalter lässt sich mit den handelsüblichen Partronen bestücken und kommt mit einer von Ohto entwickelten Stahlfeder. Allesamt bereiten ein sehr gutes Schreibgefühl, sind leicht und äußerst praktisch für unterwegs.




Wie so oft im Leben kommen auch die Tasche mit einem kleinen Wehrmutstropfen. Ohtos Hauptaugenmerk liegt darauf, herausragende Technik für möglichst wenig Geld bereitzustellen und muss dabei  den einen oder anderen Kompromis bei der Produktionsqualität der Stifte eingehen. So sind die Schreibgeräte wegen des dünnen Materials ein wenig stoßempfindlich und wir haben hier und da kleine Unregelmäßigkeiten in der Lackierung entdeckt - man könnte auch schreiben: das Gerät wird recht bald ein ganz eigenes Look&Feel haben und wird so zu deinem ganz individuellen Stück (ohne dabei an Schreibqualität einzubüßen). Die Qualität unserer KaWeCo Luxe Geräte ist da zwar von einer anderen Klasse, aber wer würde diese Edelstifte schon gerne den Strapazen im Inneren einer Tasche aussetzen wollen? Denn gerade hier sind die "Tasche" zuverlässige, äußerst praktische und günsitge Begleiter.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Ohto - Nippon Leichtbau-Schreibzeug

Vergangenes Wochenende ging es nach unserer spielerischen Bastelstunde mit Masking Tape wieder richtig japanisch bei uns zu. Diesmal war "Ohto" das Zauberwort. Ohto ist seit 1929 ein Tokyoter Traditionsunternehmen, das sich von Anfang an mit Tinten und Färbemethoden beschäftigt hatte und von sich behauptet, 1949 den weltweit ersten Tintenroller und in der Folge noch weitere Neuerungen in der Welt der Schreibgeräte entwickelt zu haben und weiterhin an forderster Front zu forschen.

Für uns und die Besucher unseres Shops ist Ohto keine Unbekannte; so haben wir bereits den genialen PowerClipper, die praktischen Japan-Clips, den Tintenroller "Words" und den Kalligrahie-affinen Pinselfüller im Programm, die sich allesamt wachsender Beliebtheit erfreuen.

Vergangene Woche endlich erhielten wir also ein zugegebenermaßen richtig kleines Paket mit Schreibgeräten (und ein Gerät in Stiftform, das nur so tut, als ob ...), die auf nicht sehr japanisch klingende Namen wie "Tasche", "Liberty", "F.I.N.E" und "Raconte" hören. Allen gemein ist, dass sie sehr leicht gebaut sind und sich damit federleicht und mit gleichzeitig äußerst zuverlässigem Farbauftrag über das Papier bewegen lassen.

In den nächsten Tagen stellen wir die japanischen Wunderwerke aus der Ohto-Werkstatt Stück für Stück vor. Lasst euch überraschen.

Montag, 19. April 2010

Masking Tapes -
die kleine Papierklebeband-Revolution aus Japan



Masking Tapes, das sind vielfarbige Papierklebebänder, die weltweit für wachsende Begeisterung sorgen. Das Grundmaterial ist leicht transparentes, japanisches Washi-Papier, wie wir es z.B. von japanischen Schiebetüren kennen. Das Papier ist wegen der langen Pflanzenfasern bei gleichzeitiger Flexibilität sehr stabil. Die Bänder lassen sich schneiden oder auch ganz leicht von Hand reißen. Die Klebeseite sorgt für festen Halt, lässt sich aber auf den meisten Oberflächen und auch bei glatten Papieren rückstandsfrei entfernen. Unsere Bänder sind 15mm breit und 10m oder 15m lang. Masking Tapes gibt es bei luiban entweder einzeln einfarbig, im Zweierpack gemusterst oder im Dreierpack gemischt. Ja, und dann gibt es da noch eine Pappbox mit sechs gemischten Tapes - alle gemustert. Damit die Bänder zum Abwickeln nicht aus dem Kistchen genommen werden müssen, sind sie zusätzlich auf einer Papierrolle montiert. Die Bänder sind in den Sets übrigens unterschiedlich lang. Zum Beschriften eigenen sich in unseren Tests besonders gut Permanentstifte.

So viel zu den Fakten - nun zum Spaß :-)

Auf der Ambiente hatten wir den Hersteller entdeckt und waren gleich Feuer und Flamme für die bunten Bänder. Nach ungeduldiger Wartezeit sind die Masking Tapes nun endlich in Form einer großen Kiste mit vielen vielen wild zusammengewürfelten Tütchen bei uns angekommen. Es war wie Weihnachten, die Röllchen zu ordnen, zu zählen und mit dem Lieferschein zu vergleichen. Wow, was für schöne Farben! Und diese matt glänzende, leicht strukturierte Oberfläche! Und wie fein sich das abrollen lässt! "Und da, durch die unbedruckten Bereiche kann ich ja fast durchsehen". Kurzum: wir sind schwer beeindruckt. Hey, wir hoffen sehr, dass ein bisschen was davon auf den Bildern zur dir rüberkommt.

Die Frage steht im Raum, für was man so was tolles denn einsetzen könne. Spontan ist uns gleich eingefallen: Poster und Postkarten aufhängen, Bilder, Belege und Flyer ins Leuchtturm Notizbuch kleben, Kuverts aus schönem Papier selber basteln oder individuell gestalten, einfach was bekleben, dass dir gerade in den Sinn kommt, oder: wie wären die Tapes denn als Lesezeichen? ... vielleicht fällt dir ja noch mehr dazu ein? Schreib doch nen Kommentar.

Klar, dass wir das nun ausprobieren mussten, und so hatten wir am Sonntag Bastelstunde. Naja, wir beide sind nun nicht die großen Bastler, aber wir haben uns redlich bemüht. Wenn ihr euch die folgenden Bilder von unseren "gesammelten Werken" anguckt, fällt euch sicher das beklebte Trinkglas auf. Abgesehen davon, dass da einer von uns beim Rumprobieren gleich richtig zum Kind retardiert ist *rotwerd*, lässt sich aber ganz gut erkennen, wie problemlos sich Masking Tapes längs und quer reißen lassen und besonders auch bei der CD, dass die Farben mit dem Überlappen immer intensiver werden bzw. mit den transparenteren Bereichen spielen. Übrigens: für das Trinkglas wurde weit weniger als ein halber Meter Masking Tape verwendet - die Dekokosten liegen damit bei nicht einmal 10ct. Besonders schön finden wir die gebastelten Briefumschläge aus fast transparentem Papier oder aus Nepalpapier.





auf dem Trinkglas hält das Masking Tape völlig problemlos und passt sich ein wenig elastisch den Wölbungen an. Das Reißen geht richtig leicht und Korrekturen sind jederzeit möglich.




Poster, Postkarten, Bilder ... alles kriegst du mit den Tapes an die Wand - und das ganz auf deine eigne Art.




da bekommt sogar ein Silberling nen eigenen Touch. Hier in unserem Muji-CD-Player




als Namensschildchen auf dem Geschenk für deine Freundin, Als Adressfeld auf nem Paket oder Brief ... abertausend Möglichkeiten




... zur Beschriftung von Aufbewahrungsboxen, Umschlägen, der selbstgemachten Marmelade ...




Den Umschlag haben wir so innerhalb einer Minute selbst aus halb transparentem Papier gemacht. Einfach ein Rechteck in der gewünschten Größe ausschneiden und an den Seiten tapen - schon ist dein eigenes Kuvert fertig. Unten siehst du das gleiche Prinzip aus Nepalpapier mit getaptem Adressfeld:







Lesezeichen aus Masking Tape ... so finde ich alles viel leichter :-)




Umschläge lassen sich doch auch mal anders verschließen, oder? Den tollen amerikanischen Umschlag oben haben wir leider nicht im Programm. Dafür kommt das edle Rivoli-Kuvert in warmem Grauton demnächst auch zu uns. Siehe unten.





Also: wir sind brennend interessiert, was so alles aus den Masking Tapes gemacht wird. Wenn du mit den Bändern arbeitest, dann schicke uns doch ein Bild und eine kurze Beschreibung bzw. einen Link. Wir möchten das gerne veröffentlichen oder verlinken, damit noch mehr inspiriert werden.

Sonntag, 4. April 2010

Sonnenleder - aus Tradition zeitgemäß

Gleich zu Beginn unserer Erkundungen sind wir auf die Produkte der Firma Sonnenleder gestoßen. Ganz am nördlichen Ende des Bodensees hat wohl die Landschaft ganz selbstverständlich ihre Natürlichkeit und Schönheit auf die Handwerkskunst der Ludwigshafener übertragen. So selbstverständlich, dass wir erst heute auf die Idee gekommen sind, unsere Leser an dieser Stelle an unserer wachsenden Begeisterung teilhaben zu lassen.

Unsere regelmäßigen Besucher haben es wahrscheinlich schon bemerkt: wir haben praktisch alle Schreibetuis, Stifteetuis und Stiftrollen von Sonnenleder in unser Sortiment aufgenommen. Im folgenden wollen wir schreiben, was es damit auf sich hat. Das fängt schon damit an, dass die Häute von süddeutschen Rindern stammen und traditionell vegitabil gegerbt werden. In nachhaltiger Handwerkskunst zu einem zeitlosen Design weiter bearbeitet halten die Etuis praktisch ohne Pflege fast ein Leben lang. Und das schöne ist, dass mit dem Gebrauch die Lebendigkeit und Individualität des Leders sich in einer ganz individuelle Patina immer weiter auswächst und sich so zu einem ganz persönlichen Lebensbegleiter mit sichtbarer und fühlbarer Vergangenheit entwickelt.

Dass Sonnenleder mit einer breiten Produktpalette auch den ganz eigenen Anforderungen echter Persönlichkeiten entgegenkommen möchte, machen schon die Bezeichnungen deutlich: große deutschsprachige zeitgenössische Literaten und Dichter wie Böll, Simmel, Kafka, Karasek oder Handke fungieren hier als Namensgeber. Klar, dass große Namen zu einem hohen Qualitätsanspruch führen, und diesen erfüllt Sonnenleder mit der bester Materialwahl, sorgfältigster Bearbeitung, die nur perfekte Nähte erlaubt und bei der nichts unter Lack versteckt wird.

Die Etuis lassen sich bei Sonnenleder in vier Typen für jeweils eigene Aufbewahrungsansprüche unterscheiden:
  • da sind zunächst die "Schlampermäppchen", entweder in Rollenform wie das Storm mit viel viel Platz, oder in schlichtem dreieckigen Querschnitt wie das Kafka oder das kleinere Simmel - die Schreibgeräte sollten nicht allzu empfindlich sein, dafür ist aber auf kleinem Raum Platz für viele Stifte. Außerdem geht die Bestückung richtig schnell und unkompliziert - also genau das richtige für die "Schlamper" unter uns.
  • das klassische Schreibetui lässt sich vollständig aufklappen. Jeder Stift hat seinen Platz in einer robusten Schlaufe; auf diese Weise lassen sich auch hochwertige Schreibgeräte stoßsicher transportieren. Sonnenleder bietet bei diesen Mäppchen auch Variationen an, bei denen die Gummischlaufen für eine hochwertigere Optik mit Leder kaschiert sind. Einige bieten auch eine kleine flache Tasche für Zettel. Generell sind diese Etuis innen in naturfarbenem Leder bezogen sind; das erzeugt bei den schwarzen und mocca braunen Mäppchen einen besonders schönen Kontrast. Beispiele mit einfacher Gummischleife sind mit am meisten Platz das Lenz (8 Stifte), dann kommt das große Kluge, das mittelgroße Born und das kleine Richter. Beispiele für Mäppchen mit kaschierten Schlaufen sind das große Böll, das Sombart mit Platz für bis zu 4 Stiften und das kleinere Grass.
  • die Stifteetuis kommen mit jeweils Platz für ein oder zwei Stifte. Diese Etuis umhüllen die Schreibgeräte jeweils vollständig mit Leder, sind sehr robust und nehmen wenig Raum ein. Da die Stifte bei dieser Aufbewahrung nicht zusammenstoßen, können mit den Sifteetuis unbesorgt auch äußerst hochwertige und teure Schreibgeräte aufbewahrt und transportiert werden. Vertreter sind hier das Handke für einen Stift und das Karasek für zwei Stifte.
  • und schließlich die Stiftrollen. Dies ist die klassische Aufbewahrungsmethode aus einer Zeit vor dem Reißverschluss. Die Stifte werden unten in das eingesäumte Leder gesteckt, in der Mitte durch die robuste Gummischlaufe gehalten und sind oben vom umgeklappten Lederlappen geschützt. Sind alle Stifte untergebracht, wird das Leder aufgerollt und mit Lederbändern gesichert. Stiftrollen sind gedacht für Charakter-Individualisten und Liebhaber von klarer Übersicht und Ordnung. Sonnenleder bietet hier zwei Varianten: das quadratische Fichte für bis zu sechs Schreibgeräte und das schlankere Kästner für maximal drei Schreibgeräte.

Fast alle Mäppchen bietet Sonnenleder in natur, mocca braun und schwarz an. Für die Verfechter einer unverfälschten Patina kommt am ehesten das Naturleder in Frage. Das mocca-braue ist mit den beigefarbenen Nähten die vielleicht eleganteste Variante während das Schwarz den Etuis einen etwas männlicheren Charakter verleiht.

Übrigens: pflegen muss man die Mäppchen neben dem selbstversständlich pfleglichen Umgang im eigentlichen Sinn nicht. Wenn Ihnen gerade zu Anfang die sich ausbildende Patina zu ungleichmäßig erscheint, können Sie den Effekt beschleunigen, in dem Sie das Etui mit einem feuchten Tuch abwischen. Das Leder wird so erst mal dunkel und mit dem Trocknen wieder heller. Langsam gleicht sich so die Fläche den etwaige Flecken an. Im allgemeinen rät der Hersteller von der Verwendung von Wachs oder Fetten ab. Dies würde vorhandene Unregelmäßigkeiten konservieren und den Charakter des Leders verändern. Leichte Kratzer lassen sich mit einem sanften Tuch oder Bürste oft wieder ausreiben. Geduldigere Naturen beobachten einfach das Geschehen ohne aktiv einzugreifen - sie nehmen jeden neuen Fleck zum Anlass, über das Schicksal und den Lauf des Lebens zu reflektieren; das Mäppchen wird so zum Gleichnis für das Sein.